Modelmanagement & Okklusionskontrolle

Wer heute über modernen Zahnersatz spricht, kommt an zwei Begriffen nicht vorbei: Modelmanagement und Okklusionsmanagement. Analog wie Digital!

Beides entscheidet darüber, ob eine Restauration später „einfach eingesetzt“ wird – oder ob am Patienten minutenlang eingeschliffen werden muss. Bewährtes, analoges Know How wird in die digitale Welt übernommen!

Was bedeutet Digitales Modelmanagement?

Das systematische Erfassen und Organisieren der Modellsituation als Fundament für passenden Zahnersatz schon in der Design Software mit dem Ziel weniger Einschleifaufwand und damit entspanntere Patienten.

Digitales Okklusionsmanagement: Freiräume statt Einschleifen

Besonders beim Einsatz von monolithischem Zirkonoxid ist die Oberflächenhärte eine Herausforderung: Korrekturen im Mund sind mühsam, zeitaufwendig und risikobehaftet. Je besser wir schon im Vorfeld planen, desto idealer sind die okklusalen Freiräume umzusetzen.

Digitales Okklusionsmanagement bedeutet deshalb:

  • Freiräume planen, bevor gefräst oder gedruckt wird
  • Störstellen bereits am Bildschirm erkennen und eliminieren
  • Sowohl statistische Okklusion als auch dynamische Bewegungen (Laterotrusion, Protrusion, Retrusion) in die Konstruktion einbeziehen

Professionell mit den Parametern in exocad arbeiten

Artikulatorparameter

Bewegung realistisch machen

Im Modul „Virtueller Artikulator“ von exocad werden die klassischen Artikulatorparameter abgebildet – ähnlich wie am mechanischen Gerät:

  • Kondylenbahnwinkel
  • Bennett-Winkel
  • Immediate Side Shift (ISS)

Diese Parameter können individuellen Patientenwerten angepasst werden; die Position der Modelle im realen Artikulator lässt sich über geeignete Scanner direkt in die Software übernehmen.

Warum sich der Aufwand lohnt

  • Weniger Einschleifarbeit am Patienten – gerade bei harten Materialien wie Zirkonoxid  – ein echter Gewinn für alle Beteiligten.
  • Höhere Vorhersagbarkeit: Patientenspezifische Bewegungsmuster werden bereits am Bildschirm berücksichtigt, statt erst nach dem Einsetzen sichtbar zu werden.
  • Bessere Kommunikation zwischen Praxis und Labor durch klare Parameter, definierte Standardwerte und dokumentierte Änderungen.
  • Reproduzierbare Qualität im Labor, weil Parameter-Sets und Workflows standardisiert werden können.

Fazit

Digitales Modelmanagement und Okklusionskontrolle sind weit mehr als „nice to have“ –
sie sind die logische Weiterentwicklung klassischer Funktionsdiagnostik in die digitale Welt.

Am Ende steht das, was sich alle wünschen: Zahnersatz, der praktisch ohne Einschleifen eingesetzt wird – weil die entscheidenden Millimeter bereits digital gedacht und gestaltet wurden.